Chronik von 1930


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Im Jahre 1878 wurde das unter der Firma H. Strunk bekannte Baugeschäft von dem Vater der jetzigen Inhaber Wilhelm und Fritz Strunk gegründet. Der Sitz der Geschäftsniederlassung war bis zum Jahre 1891 in Kl. Aschen Amt Spenge, da das Hauptarbeitsgebiet jedoch Bünde und Umgebung war, wurde der Betrieb im Oktober 1890 nach Hunnebrock, direkt an der Grenze von Bünde, verlegt. Nun erfolgten Jahre eines langsamen und erfolgreichen Aufstieges. Es mußten neue Grundstücke erworben werden, da die alten Anlagen nicht mehr genügten. Die angekauften Grundstücke lagen auf Bünder Flur und hier entstanden ein Büroanbau und neue Lagerhäuser.

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Ein ansehnliche Reihe von Wohn- und Geschäftshäusern, Industrie und landwirtschaftliche Bauten, sowie öffentliche Gebäude legten Zeugnis dafür ab, daß das Baugschäft sich eines guten Rufes erfreute. Im Jahre 1901 wurde die Firma mit der Ausführung des Bünder Evgl. Gemeindehauses und im Jahre 1903 mit dem Bau des Amtshauses in Ennigloh beauftragt. Auch an den umfangreichen Erweiterungsbauten der Margarinewerke Meyer-Lippinghausen in Lippinghausen, sowie der Zigarrenfabriken Engelhardt & Biermann, Bünde-Spenge, hatte die Firma regen Anteil. Im Jahre 1906 wurde der Bau des hiesigen Realgymnasiums ausgeführt und in den darauffolgenden Jahren, die Um- und Erweiterungsbauten des Schlosses Uhlenburg und Rittergut Hausbeck, einschl. der schwierigen Untergrundbefestigungen. Im Jahre 1913 ging die Firma auf Wilhelm und Fritz Strunk über.

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Dann kam der Weltkrieg, die Inhaber, sowie die meisten Arbeiter und Angestellten mußten ins Feld, jedoch konnten die angefangenen Neubauten noch fertiggestellt werden. Nach Beendigung des Krieges wurden die alten, so sowie neue Beziehungen wieder aufgenommen. Nach der Stabilisierung im Jahre 1924 blieben auch Rückschläge der Firma nicht erspart, aber es ging doch wieder bergauf.

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Die Firma beteiligte sich nun an dem einsetzenden Wohnungsneubau. Im Jahre 1927 beschlossen die städtischen Körperschaften den Bau der Kanalisierung im Stadtgebiet, eine auswärtige Firma wurde mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt, jedoch wurde von derselben ein Teil des Kanals in schwierigem Tiefgebiet nicht in brauchbarem Zustande hergestellt. Dieser Teil mußte neu aufgenommen werden und die Firma H. Strunk wurde mit diesen Arbeiten beauftragt, die sie zu vollsten Zufriedenheit der Stadt erledigte. Auch beantragte auswärtige Sachverständige erkannten diese Arbeiten als mustergültig an und bestätigten, daß sich die Firma damit für den Tiefbau bestens empfohlen habe. Weiter erfolgten schwierige Kanalisierungsarbeiten im Elsedamm und der Teichstraße.

Die Firma darf daher mit Vertrauen in die Zukunft blicken und wird sich auch weiterhin bewußt bleiben, daß sie sich dieses Vertrauens würdig zu erweisen hat.

 

(Quelle: Zeitungsartikel von 1930)